Mittwoch, 19. März 2008

Tag der FranZoisischen Revolution – FranZois’ next Topmodels

Ou la la, ce sont des nymphs ultra – jolies. Ca doit pecher bien.


These Bodies look so good…


… riding upside down…


Some of u guys will wonder if one needs all this fuzz to catch a fish. Well, no. U can catch fish on a simple hare’s ear nymph, like almost always.

But this is a different approach. It’s thinking about and experimenting with fly patterns. Bringing progressive ideas to life and improving the fishing as well as the tying.

And the most important thing is sharing. Sharing knowledge is very important to develop our great sport in a positive way. Thank u FranZois.

So, und das hier ist mein erster Versuch.

Äh, sieht irgendwie "anders" aus. Ja, ja ich blick’s halt net, ich weiss. Aber deswegen üb' ich ja. Stay tuned.

Dienstag, 18. März 2008

Tipptag – Knoten Übung


Steckt euch eine kleine Spule Nylon Monofil (ca. 0,20 er) und einen Knipser oder Schere auf Tasche und übt Knoten machen, wann immer sich ein paar Minuten ergeben (aber nicht beim Autofahren, bitte).
Solche Übungen sind Gold wert am Wasser, wenn’s drauf ankommt!

Knoten zum Üben, anschaulich erklärt gibt es hier oder hier zum Beispiel.

Montag, 17. März 2008

Schlupf der Woche – May I Fly

Vom Subimago zum Imago. Die letzte Häutung vollziehen Eintagsfliegen nachdem sie aus ihrem nassen Element geschlüpft sind irgendwo im Gebüsch in Ufernähe. Nach dieser Häutung ist das Insekt geschlechtsreif und hat nur noch das eine im Sinn.

Heute. Passend zum Schlupf der Woche hat sich dieses Exemplar zum letzten Mal gehäutet – und zwar auf unserem Vorhang. Na wenn das kein Zeichen ist.

Leider war die Häutung schon vollzogen, als wir es bemerkten. Ich glaube es ist eine Baetis rhodani, bin mir aber keineswegs sicher. Wer’s besser weiss darf sich gerne melden.

Weekly Catch Report – BLAUer Dunst

Am Samstag war die Blau fällig. Meine Angelkarte hatte ich besorgen lassen. Es empfiehlt sich die Karten dort zu reservieren. Sie sind auf drei Stück pro Tag limitiert.
Es war mein zweiter Ausflug an diesen Kalkfluss bei Ulm (hier der Bericht vom ersten Mal). Morgens um sieben war ich am Wasser. Ziemlich unausgeschlafen brauchte ich eine Weile bis ich eingefisht war. Um ca. 9.30 hatte ich die erste Fario der Saison gelandet, nachdem ich zwei Bisse vergeigt hatte. Kein Riese. Aber immerhin ein Fish.


Kurz danach hatte ich noch eine stattliche Fario. Ebenfalls auf eine kleine schwarze Egg Sucking Leech, tief gefisht mit eienm Bissanzeiger und zwei weitere Bisse. 11.00 – Zeit zu Frühstücken.


Nach ausgiebigem Frühstück ging es sofort zurück. Ich hatte ja schließlich nur eine Tageskarte, die es auszunutzen galt. Die nächsten Stunden der Fisherei waren anstrengend und zäh. Ich hatte irgendwie keine guten Vibes und war unausgeschlafen; die Folge waren viele Vorfachgeknuddel, Hängenbleiben in Grass und Büschen, Schnursalat und dann ist auch noch eine Rolle verreckt.

Aber mit dieser verreckten Rolle und einem 130 grain Schusskopf fing ich dann noch den besten Fish des Tages. Eine 45er Fario auf einen Black Marabou Muddler.


Nach diesem Fish stieg meine Laune dann wieder und gegen Abend bekam ich die zweite Luft und hatte noch mal eine schöne Fischerei und zwei weitere Farios.
Regenbogner hatte ich an diesem Tag keine einzige. Warum? Da müsste ich sie erst noch mal fragen…
Besser hätte es mir allerdings getan, ich wär nicht so fishgeil gewesen und hätte einen Mittagschlaf (mit meiner Süßen) gemacht. Die Fisherei ist einfach anstrengend und fordert volle Konzentration. Ausgeschlafen fisht es sich einfach besser.

An der Blau bekommt man nichts geschenkt. Im Frühjahr stehen die Fishe sehr tief und sind nicht gewillt sich viel zu bewegen. Dies nötigt den Angler zu schweren Nymphen und Streamern sowie zu Sinktip- oder Vollsinkenden Schnüren. 3 von meinen Fishen hab ich mit einer 130 gr Teeny Line gefangen. Sinkschnüre sind gewöhnungsbedürftig. Hänger und Fliegenverluste bleiben selten aus.

Ich kann die Blau nur jedem empfehlen. Karten und alles rund uns Fliegenfishen und Normalangeln gibt’s hier.

In Ulm gesehen. Die Altstadt hat ein interessantes Fischerviertel.

Mittwoch, 12. März 2008

Tag der FranZoisischen Revolution – Concept: In – Nymphs

Die Fisherei in Frankreich ist in weiten Teilen wesentlich technischer als bei uns. Der Befischungsdruck ist hoch und die Fishe, die noch da sind kennen sich aus: „Ils conaissent toute la musique“ und sind dadurch extrem schwer zu überlisten. Das nötigt die Angler einerseits zu sehr feinen Vorfachspitzen und andererseits treibt es sie an, immer bessere Imitationen zu entwickeln.

Besser nicht unbedingt im Sinne von naturgetreuen Nachahmungen, sondern im Sinne einer Ausnutzung von Charakteristischen Merkmalen die Schlüsselreize (Triggers) beim Fish auslösen.

Ebenso geht es in dem Cocept der In – Nymphs darum, sie so zu binden, dass sie sich unter Wasser möglichst verhatensadäquat (da wars wieder) verhalten – auch ohne Zutun des Anglers. Die Beschwerung im Abdomen führt dazu, dass die Nymphe erstens mit dem Hakenbogen nach oben fisht (v.a bei auf Down Eye – Haken gebundenen Mustern), was zu weniger Hängern führt und ebenso dazu, dass sie realistisch (verhaltensadäquat(!)) mit dem Gesäß nach unten durch die Strömung treibt.


Genauso wichtig erscheint es, ein Muster so zu designen, dass es schnell zum Grund absinken kann um gut zu fishen. Dies wird erreicht durch geringe Verdrängung, den schlanken Aufbau der Nymphe und die Beschwerung aus (möglichst ungiftigem) Bleidraht.

FranZois sagt:

“The name of this new nymp's concept could be something like the "in - nymph' - in being the abbreviation of inverted nymph. I've to test the inverted ones ( you'll get pictures when they'll be ready ). I've still have to finalize the best feathers for the legs, in addition to the CDC. BUt it comes, it comes ...“

If I got u right FranZois u were also thinking of colouring the nymphs in two different colours, f.e. belly in white and the back in some greenish or brownish colour, but as the nymph travels up side down through the water column u paint the back of the nymph in white and the belly in greenish or brownish.



I really like these segmented Abdomens, the shiny ribbing and the life like moving materials of the Thorax. They will make great triggers to takes. I’ll try and test.


Das Kauderwelsche Binderezept geht, wenn ich es richtig verstanden habe in etwa so:

Zutaten:

Hamecon: Nach Wahl, möglichst schwer und down eye style; #18 – 8

Queue:

Optional, vorzugsweise Pardo, Coq de Leon

Abdomen:

Gold- oder Silberdraht

Bleidraht (möglichst ungiftig)

Keramik Farbe nach Wahl

Klarlack

Thorax:

Dubbing

Cul de Canard

Rebhuhn…etc. alles was halt einen lebendigen, möglichst realistischen Thorax hergibt und nicht zu dick aufträgt. Optional Flügelscheide bei Eintagsfliegenimis.

Zubereitung:

Golddraht einbinden, Bleidraht aufwickeln, Bemalen und Trocknen lassen, Golddraht in den entstandenen Fugen nachführen. Abbinden. Überlackieren. Trocknen. Es empfiehlt sich in Kleinserien zu kochen.

Getrockneten Körper neu einspannen. Faden anlegen. Thorax formen und Beine einbinden, z.B mit Dubbingschlaufe. Abschlussknoten.

Et Voila, c' est fini. Pret a faire feu.

Grosse Merde

Ankündigung - Tag der FranZoisischen Revolution

Hallo liebe Leser und Besucher,

Heute freue ich mich ganz besonders einen neuen Tag auf www.rutenschwinger.blogspot.com präsentieren zu dürfen.

Er soll „Tag der FranZoisischen Revolution“ heißen und von jetzt ab den Platz des Ruhetags einnehmen.

Im Club Mouche Saint Louis habe ich Francois kennen gelernt. Er schreibt das hier in einer Email an mich:

...“ You know Michael, I know I'm crazy with the ideas I'm coming up with - but I don't mind at all !

The challenge is to be able to come with new concepts and to bring a certain contribution to the evolution of the flies - that's it !

Conservative fishers think that what they've never seen is crazy ... I feel being at the opposite, meaning that fish will take preferabilly what it has not seen yet ( ce n'est pas piquant ... ).”

Da ich mich mit Francois auf “Anhieb” super verstanden habe, er wirklich ein Kenner ist und mit mir so wertvolle Information teilt, habe ich ihn gebeten mir zu erlauben diese interessanten Dinge und Infos mit der Rutenschwingergemeinde zu teilen. Er sagte „Ja. OK – pas de problem“

Der «Tag der FranZoisischen Revolution » wird in einer Art Kauderwelsch aus deutsch, englisch und französisch stattfinden. Mein Französisch ist leider nicht gut genug um alles zu übersetzen, dennoch will ich teilweise versuchen, zumindest den groben Kontext der Infos sinngemäß aufzuarbeiten und teilweise zu ergänzen, sofern ich die Zeit dazu finde.

FranZois ist schon lange als Jäger, Fisher und Autor im „Geschäft“. Es ist mir wirklich eine große Ehre, dass er dieser Idee zugestimmt hat. Merci beaucoup et grosse merde.

Prêt a faire feu.

Tipptag - Die gute Drift



Oft wird der Fehler begangen, die Fishe aus einer falschen Position zu beangeln. Dies hat zur Folge, dass die Fliege nicht verhaltensadäquat - ein Lieblingswort von mir – präsentiert wird. Einerseits kann es die Position sein aus der man beispielsweise einen steigenden Fish beangelt oder auch die Tiefe in der man angelt. Die Kernfragen hierbei müssen lauten: „Stehe ich richtig um dem Fish wenn es nötig ist das gesamte Menu aus meiner Fliegendose appetitlich zu servieren?“ und „Wie erreiche ich den Aufenthaltsort des Fishes zu richtigen Zeitpunkt?“

Öfter als man denkt wird die Fliege nämlich einfach nicht korrekt präsentiert. Eine Nymphe z.B. fisht je nach Präsentation und Strömungsverhältnissen immer nur in einem gewissen Zeitfenster und über eine (meist zu) kurze Strecke der Drift korrekt.

Generell gilt: Je näher ich an einen Fish herankomme – natürlich ohne dass er mich dabei bemerkt – desto präziser kann ich präsentieren. Zwanzigmeterwürfe sehen zwar in Hochglanzmagazinen und auf WWWsites immer gaaanz toll aus, aber je kürzer der Wurf, desto leichter fällt die Präsentation, sind Bisse zu erkennen und zu verwerten. Sogar beim Stillwasserfishen, wo weite Würfe teilweise von Nöten sind ist die Chance immer höher den Biss zu verwerten, je näher er bei dem Angler stattfindet.

Beim Nymphenfishen in tiefem und/oder schnellem Wasser ist es dennoch oft unerlässlich die Fliege weit stromauf vor dem Fish zu präsentieren, damit sie auch auf dessen Tiefe absinken kann. Um Nymphen schnell auf Tiefe zu bringen eignen sich eigenschwere Muster sowie Situationsangepasste Trickwürfe wie zB. Tuckcasts, Bogenwürfe, Reachcasts. Slackline Casts in allen Variationen sind überhaupt ein tödliches Werkzeug um eine möglichst gute Drift zu basteln. Sei es die Trockene oder die Nassfliege.

In Flüssen ist Mittel und Oberwasser immer schneller als Tiefen und Seitenwasser. Das liegt an der Reibung, die das Wasser in Grundnähe und an den Ufern bremst.

Somit ändern sich die Anforderungen an Schnur, Fliege und Vorfach in Abhängigkeit der Gewässerstruktur unter Umständen alle paar Meter.

Also: Erst analysieren, dann montieren, und zuletzt erst präsentieren.