Posts mit dem Label Fischdieb werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fischdieb werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 8. Juni 2009

Fliegendosen-Spanner

Schaut Ihr auch so gerne in Anderleuts Fliegendosen - wenn ja, dann eröffne ich hiermit den Fliegendosen-Spanner-Beitrag.

Als Anhängsel zu dem Schweden-Post hier meine Stillwasserbox:

Zu sehen von links oben nach rechts unten:

Linkes Seite:
Verschiedene Damsel-Variationen und Montanas. Ganz unten die Blob eine englische Stillwasser-Creation.

Rechte Seite:
Zunächst Leeches mit Coneheads und Beadheads, dann Boobies, dann wieder Damsels, Boobies, Riesen-Chiros, Ei-Fliegen, Damsels mit Fluo-Heads und nochmal zwei Montanas.
______________________________________________________________

Hier die Grobzeug-Box:


Zu sehen von links oben nach rechts unten:

Linkes Seite:

Leeches, Wolly Bugger, sehr große Zonker, fluo-grüne Boobies (nie etwas damit gefangen), schwarze Zonker, Wolly-Bugger Variation mit fluo-head

Rechte Seite:

Wolly-Bugger mit schwerem Goldkopf, normale Wolly-Bugger, grüne Znker mit verschiedenen Köpfen, eine Bitch-Creek, Elritzen-Streamer, schwarze, grüne und gelbweiße Gurgler
_________________________________________________________________

So - das war nichts für 2er Ruten - bin mal auf Eure Dosen gespannt.

Sonntag, 31. Mai 2009

Schweden für Krummrutenfanatiker

Im Dezember letzten Jahres beschlossen vier Krummrutenfanatiker aus der Gruppe der Fischdiebe den Seen von Hökensås in Schweden mal wieder einen Besuch abzustatten.


Bei den Seen von Hökensås handelt es sich um so eine Art "Edel - Put and Take" in tollster Umgebung. Schöne, große Fische die in diesen recht großen, kalten Seen unheimlich tolle Drills abliefern. Das richtige also für Krummrutenfanatiker,

Die Kalkulation zeigte, dass der Trip für jeden ca. 550 € kosten sollte. Darin inbegriffen Flug, Mietauto, Hütte, Essen, Sprit und Angelkarten - das sollte finanzierbar sein!

Also buchten wir einen Flug mit einem Billigflieger von Frankfurt Hahn nach Göteborg und von dort waren es noch ca. 200 km bis zum Ziel. Hökensas liegt in der Nähe des Sees Vättern ca. 40 km nördlich von Jönköping auf der Westseite des Sees. Das veröffentlichen einer gekidnappten Karte unterlasse ich an dieser Stelle :-((

Mitte Mai war es dann endlich soweit und der Flieger transportierte uns in knapp 2 Stunden nach Schweden!

Allein die amschließende Anfahrt durch das abendliche Südschweden war ein Genuss. Wir haben zwei Elche gesehen.

Unterwegs Proviant-Einkauf. Trotz großer schwedischer Luxuskarosse ein Platzproblem.

Irgendwie ging das Zeug dann trotzdem ins Auto, dazu mussten wir aber gleich einen Teil des Biervorrats vernichten.

Endlich sind wir dann an unserem Häuschen auf einem Bauernhof angekommen.

Die Seen werden von Hökensas Sportfiske betreut und dazu gehört ein Angelladen in dem auch die Karten verkauft werden. Die Leute von dem Angelladen sind supernett und haben immer gute Angeltips.


Endlich waren wir am Wasser. Der Kerl aus dem Angelladen hatte uns den Enesjön empfohlen. Dort versuchten wir es nach seinem Rat mit Nymphen von Eintagsfliegen und Damsels.

Bei Gernot hat es zuerst geschnackelt.

Irgendeine kranke Regenbogen hat seine komische Fliege aus Kupferdrahtisolierung genommen. Danach gleich noch eine.


Insgesamt konnten wir an diesem ersten Angelgang sieben Rainis zwischen 40 und 50 cm fangen. Nachmittags waren wir noch an dem Nordvatten, wo wir auch noch 2 Forellen gefangen haben. Der erste Tag war also nicht schlecht. Nur Waldemar - der später auch Meister Yoda genannt werden sollte ging leer aus.


An diesem ersten Tag ergab sich auch unser Angelrhythmus. Frühtstück ab 6:30 Uhr, Angeln ab 8:30 Uhr bis 14.0o Uhr, dann Pause bis 17:00 Uhr und danach nochmal fischen bis nach 22:00 Uhr. Jeden Tag zwischen 10 und 12 Stunden - echt krank.

Am zweiten Tag ging es an den Strandgölen - dort sollte es besonders große Fische geben. Das stimmte, denn bereits nach 15 Minuten fing Frank eine Regenbogen 60+. Ein echtes Vieh.


So ein guter Beginn macht mich immer misstrauisch und richtig - auch diesmal konnten wir den ganzen Tag über nur vereinzelt Fische fangen. Waldemar machte einen Platz aus an dem wir die Forellen zu dutzenden beobachten konnten. Wir konnten uns das nur durch Laichaktivitäten erklären. Durch das kalte Wasser konnte es sein, dass hier die Regenbogner erst im Mai zur Laichreife gelangten und hier im See versuchten die Forellen wohl an einer der kiesigen Stellen zu laichen. Auf alle Fälle nahmen die Fische unsere Fliegen nicht und es zehrte schon an den Nerven, denn das waren sicher Fische mit 4-5 kg dabei. Schließlich konnte Waldemar seine erste Forelle in dem Urlaub fangen. Eine Regenbogen-Männchen von über 60 cm.



Aber so richtig begeistern konnten wir uns nicht für den Fang - irgendwie hatten wir den Eindruck der Fisch hätte die Fliege nur aus einem Reflex heraus genommen. Es war wie verhext - wir fanden keine Methode mit der wir gezielt Fische fangen konnten. Frank war zunächst der einzige mit Fischkontakt. Er hat noch eine kleinere Regenbognerin gefangen und nach seinen Angaben einen riesigen Nachläufer versemmelt.

Langsam wurde es Abend und ich war noch Schneider. Es war aber auch nichts zu machen.

Endlich legte sich am Abend der starke Wind und kurz danach fingen die Fische an zu steigen. Wir konnten zwar die Fische nicht mit Trockenfliegen fangen, aber angeworfene Ringe brachten regelmässig Erfolg. So konnte ich noch drei Forellen landen.

Die tolle Kappe hatte ich mir an dem Tag in einem schwedischen Trödelladen gekauft - endlich mal eine Mütze in meiner Größe 63 !! OK - vielleicht sollte ich das Tragen von Kappen ganz bleiben lassen!!

Mit dem Anwerfen von Ringen hatten wir eine ganz gute Methode gefunden um regelmässig zu fangen. Sobald die Fische anfingen zu steigen, konnten wir auch gezielt fangen. Die Zahl der Fänge entsprach dann auch in etwa den erzielten Wurfweiten und da hatte Waldemar eindeutig die Nase vorne. Eines Abends am Nordvatten fing er in kurzer Zeit 9 Rainis - mehr als jeder andere von uns. Zitat Frank "Heute hat Waldemar uns eine Lehrstunde erteilt !". Von da ab hieß Waldemar "Meister Yoda" - und die Fliegen waren mit ihm.


Abendstimmung am Prinsassjön:


Anfahrt zu "unserem" Bauernhof:

Kaffee her:

Fliegenauswahl:

Räucherfisch aus dem Kugelgrill:


Wir hatten eine tolle Zeit. An den Seen waren wir meistens unter uns - nur am Wochenende war etwas mehr los, aber auch da fanden wir ein Plätzchen wo keine andere Fischer waren.
Wir sahen Elche, Rehe, Kraniche, Prachttaucher, Schwarzhalstaucher, Auerhennen, einen Birkhahn, einen Fischadler mit Horst, verschiedene Gänsearten, Mittelsäger, Zwergsäger .....

Mittwochs unternahmen wir einen Angeltrip an den Fluss Tidan, welcher auch von "Hökensås Sportfiske" bewirtschaftet wird. Aber hier hatten wir zum ersten Mal den Eindruck von "Angelzirkus". Zuerst einmal waren auf einer Strecke von knapp 2 Kilometern rund ein dutzend Angler und dann war alles ausgetreten und machte einen überfischten Eindruck. Trotzdem konnten wir mit der Nymphe und Bissanzeiger stromauf einige Trutten fangen. Ich habe eine Zeit lang auf eine Regenbogen gefischt die ich gesehen hatte und dabei eine schöne 45er Bachforelle gefangen. Alles in allem ist der Tidan landschaftlich schön, aber die Fischerei in den Seen hat uns mehr begeistert.

Ach ja - ich denke es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ich den größten Fisch des Angeltrips gefangen habe. Am Freitag Nachmittag konnte eine 66er Regenbogen nicht meinem grünen Zonker wiederstehen. Nachdem der Fisch gehakt war, ließ er sich ohne großen Widerstand herziehen. Als er mich dann gesehen hat ging der Tanz los. Mehrere Sprünge und Fluchten bis ins Backing. Schließlich wurde der Fisch von 2,9 kg entnommen und war am Samstag unser Abschiedsmahl.


Morgenidyll:


Der letzte Fisch des Tages:


Eine der wenigen Bachforellen:


Eine schöne Regenbogen:

Rute krumm:

Blanker Fisch:

Abschiedsstimmung am Nordvatten:


Wieder zuhause: